Faro – Ein Anti-Kriegsroman

15 Sep

Faro

Faro, das heißt einfach nur Leuchtturm. Sicherlich lässt der Titel nicht gleich auf einen Kriegsroman schließen, aber das liegt daran, dass es eben kein Kriegsroman, sondern ein Anti-Kriegsroman ist.

Und dazu muss im ersten Teil die Grausamkeit des Krieges, hier des Zweiten Weltkrieges verdeutlicht werden. Den Leser wird die Geschichte von U-810 an Lothar-Günther Buchheims „Das Boot“ erinnern, doch das wäre zu einfach. Es gibt sehr viel Literatur über den U-Bootkrieg. Ich habe natürlich auch nachgesehen, was Buchheim schreibt und ich habe mir den gleichnamigen Film mehrere Male angesehen. Ich hatte aber auch andere, vielleicht wichtigere Quelle. Erlebnisberichte von Menschen, die nicht die journalistische Sicht auf die Dinge hatten. Darüber hinaus habe ich mich auch mit der Propagandaliteratur beschäftigt, um das Bild abzurunden. Mein Fazit: Der U-Bootkrieg war unmenschlich, und zwar für beide Seiten.

Und dennoch gab es Menschen, die in einer U-Bootgemeinschaft leben mussten und die sich an das Überleben geklammert haben. Im Roman ist es am Ende doch nur einem gelungen zu überleben, und so habe ich ihn wie in einer Robinsonade an einen Strand gespült. Hier begegnet dem Leser zum ersten Mal der Faro, den es noch heute gibt. Mit dem Faro wird aus einem Kriegsabenteuer eine Anti-Kriegsgeschichte.

Bei der Umsetzung bin ich einen etwas anderen Weg gegangen, als üblich. Ich habe einen Kriegsteilnehmer mitten im Krieg in eine Welt versetzt, die den Krieg nur aus der Ferne kennt. Das neutrale Spanien hatte in den 40-iger-Jahren gewiss seine eigenen Probleme und hatte auch erst wenige Jahre zuvor einen Bürgerkrieg beendet, aber für einen deutschen Marineangehörigen war Gran Canaria eine friedliche Welt. Es war geeignet für einen Sinneswandel, der vollführt wurde. Dennoch muss man für alles bezahlen.

Mit diesem letzten Satz beschließe ich die kleine Besprechung. Wer Faro liest sollte sich selbst ein Urteil bilden, ob Kriegs- oder Anti-Kriegsroman, oder ob es noch etwas anderes gibt, das in diesem Buch steckt.

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F A R O

ISBN 978-3-8476-2103-4

1943, Weltkrieg, Francos Spanien ist neutral. Michael ist der einzige Überlebende von U-810. Paulus versteckt ihn vor der Guardia Civil. Am „Faro“, dem Leuchtturm von Maspalomas, verliebt sich Michael in Serina. Sie öffnet ihm die Augen für die Lügen des Nazi-Regimes. Er beginnt ein neues Leben fernab von Krieg und Hass. Dann holt ihn die Vergangenheit ein. Ohne es zu wissen, hat er ein Geheimnis mit auf die Insel gebracht. Sie spüren ihn auf, seine Verfolger sind gnadenlos, bis Serina ihm das Leben rettet. Aber es ist noch nicht zu Ende. Jahre später führt ein neues Abenteuer Serina und Michael auf der „Rattenlinie“ nach Argentinien. Erst jetzt kann Michael mit allem abschließen.

Leseprobe Kapitel 1

Leseprobe Kapitel 3

Im Buchhandel als eBook

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