Gauguin – Ärger mit Titi

Der Spiegel 28.03.1966

BengtDer Traum vom Südsee-Paradies, mit dem der französische Maler Paul Gauguin (1848 bis 1903) seine Freunde, Verehrer und vor allem viele schwärmerische Biographen bis heute beeindruckt und bezaubert hat, ist endgültig ausgeträumt.

„Man kann sagen“, schreibt des Malers neuester Biograph Bengt Danielsson, daß Gauguin 1891 auf der Flucht aus der Zivilisation zurück zur Natur „unglücklicherweise mindestens 100 Jahre zu spät“ nach Tahiti kam. Das von ihm gesuchte und gelobte Land des Lächelns, so erhellt aus dem jetzt in London erschienenen Buch des schwedischen Autors, bestand damals schon nicht mehr – Gauguin aber wollte es nicht wahrhaben*.

Gauguin kam 1891 zum ersten Mal nach Tahiti und blieb zwei Jahre dort. Bevor er sich 1895 zum zweiten Mal und endgültig in der Südsee niederließ, hatte er in Frankreich seine romantische Legende vom Insel -Idyll gezeugt: Im „Dschungel im Inneren der Insel“, so erzählte er Pariser Freunden, sei er auf ein Volk von edlen Wilden gestoßen, das unschuldig und sorgenfrei nur dem Gesang, dem Tanz und der freien Liebe lebe. Als besonders beglückend hob der Künstler hervor, daß es dort möglich sei, ohne Geld zu existieren.

Bengt Danielsson: „Gauguin in the South Seas“. Verlag George Allen & Unwin, London; 312 Seiten.

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ISBN 978-3-8476-2105-8

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