Mit dem falschen Blau gemalt

Die Zeit (online) 22.12.2010

Mit dem falschen blau

Kommentar:

Eine Fälschung ist spannender als das Original

Sehr geehrte Damen und Herren,

da hängt ein Gemälde, es braucht keine Beweise, dass es echt ist. Es ist ein Original. Wie langweilig! Aber, sobald Zweifel bestehen, geht es los. Maltechnisches Gutachten, Chemie, Recherche, Farben. Die wissenschaftliche Untersuchung kann keinen Makel feststellen, was nichts heißen will. Der Fälscher war ein Profi, hat authentische Leinwand und Farben verwendet, kennt Verfahren zur künstlichen Alterung (ich nenne leise den Namen van Mergeeren). Das Labor gibt das Bild zurück und gratuliert. Der Kunsthistoriker zweifelt weiterhin. Herkunftsnachweis! Wer hat den Künstler malen sehen, kann sein Motiv bestätigen: „Ja, dieser Mensch hat ein Portrait von mir gemacht, ach, das war…“ Aber vorher
müssen wir uns noch auf die Suche machen, einen Menschen finden, unter Umständen Nachfahren und Verwandte suchen, Beweise für die Herkunft aufdecken. Und dann sind wir noch lange nicht am Ende. Sie sagen, das ist zu aufwendig. Ich sage, das ist spannend. Eine Fälschung ist spannender als das Original!

Hochachtungsvoll, Ihr

Ole R. Börgdahl

Cover Fälschung 1400 Pixel

Im Buchhandel als eBook

F ä l s c h u n g

ISBN 978-3-8476-2037-2

Leseprobe

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