Showdown auf Gut Ohlenselen

Am Ende meiner Romane steht immer so schön:

„Die Handlung der Geschichte ist frei erfunden. Ähnlichkeiten oder Namensgleichheit mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und unbeabsichtigt.“

In „Leiche an Bord“ sind an einer Stelle zumindest die Ähnlichkeiten ein wenig beabsichtigt. Der Showdown des Krimis findet auf dem Gut Ohlenselen statt, ein Seminar Hotel in der Lüneburger Heide, errichtet auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz. Vor der Zeit als Seminarhotel hat der Installationskünstler Karl-Gustav Schaller in einem der Gebäude sein Atelier. Schaller hatte seinerzeit mit Holz gearbeitet und die berühmten Lattenskulpturen und die über die Lüneburger Heide hinweg bekannte Winkelpyramide erschaffen. Sowohl die Skulpturen als auch die Pyramide finden sich noch heute auf dem Gelände des Guts Ohlensehlen.

Camp Reinsehlen

Camp Reinsehlen

Ortskundige werden längst wissen, worüber ich hier schreibe. Hinter vorgehaltener Hand gebe ich zu, für das Gut Ohlenselen und für den Künstler Karl-Gustav Schaller Vorbilder verwendet zu haben.

Gut Ohlenselen ist das Camp Reinsehlen in der Nähe von Schneverdingen in Niedersachsen, das in seiner wechselvollen Geschichte als Militärflugplatz (1938 – 1945), Flüchtlingslager (1946 – 1950) und Truppenübungsplatz (1950 – 1994) gedient hat.

Atelier Camp Reinsehlen

Atelier

Nach dem Abzug der Truppen im Jahre 1994 begannen auf dem Gelände des Camp Reinsehlen und den nahe gelegenen Panzerübungsflächen in der Osterheide umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen, um die teilweise extremen Zerstörungen in der Natur zu beseitigen. Nachdem die Stadt Schneverdingen den Großteil der Flächen des Camps 1997 vom Bund erworben hatte, wurden die militärischen Bauten und Einrichtungen auf dem Platz teilweise beseitigt. Es gab verschiedene Überlegungen einer zivilen Nachnutzung. Heute hat die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz einen Sitz in einem ehemaligen militärischen Verwaltungsgebäude auf dem Gelände. An Neubauten entstand ein Hotel, das sich in seiner flachen Pavillonbauweise in die weitläufige Landschaft einfügt. Im Bereich der ehemaligen Panzerwaschanlage gibt es einen Hochseilgarten. Das weitläufige Campgelände wird gelegentlich für Großveranstaltungen genutzt. Ende Oktober 1998 besuchte der Dalai Lama den Ort, um auf der 100 Hektar großen Freifläche eine Woche lang täglich vor rund 8.000 Menschen eine Unterweisung zu geben.

Knickpyramide Camp Reinsehlen

Knickpyramide

Karl-Gustav Schaller ist kein anderer als der Bildhauer und Maler Jörg-Werner Schmidt (1941 – 2010), der sich ab 2004 im ehemaligen Pferdestall auf dem Gelände des Camps Reinsehlen ein Atelier einrichtete. Jörg-Werner Schmidt ist u.a. durch seine Lattenmenschen und die Knickpyramide (2007) bekannt geworden. Diese Skulpturen und Kunstwerke finden sich noch heute auf dem Gelände des Camp Reinsehlen.

Lattenmensch Camp Reinsehlen

Lattenmenschen

Die Angehörigen des Künstlers mögen mir verzeihen, dass ich im Roman die Knickpyramide, die bei mir Winkelpyramide heißt, beschädigt habe. Ich versichere aber, dass im Buch alles wieder repariert wurde. Des Weiteren habe ich behauptet, dass unter der Winkelpyramide (Knickpyramide) eine Lattenskulptur (Lattenmensch) in Form eines Pharaos begraben liegt, der im Inneren der Pyramide von einem Priester (ebenfalls eine Lattenskulptur) bewacht wird. Dieses Arrangement ist das Produkt meiner Fantasie, aber vielleicht hatte Jörg-Werner Schmidt eine ähnliche Idee, und meine Fiktion entspricht tatsächlich der Realität (ich konnte bei den Recherchen nicht in die Knickpyramide hinein).

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Leiche an Bord

Im Buchhandel als eBook

L E I C H E   A N   B O R D

ISBN 978-3-7380-4434-8

Leseprobe

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