Victor Jasolines Sammlung von Sprichwörtern und Zitaten

Yvette Jasoline berichtet in ihren Journalen von einem Büchlein, dass ihr Mann Victor seit seiner Schulzeit führt. Victor sammelt Sprichwörter und Zitate. Das aller erste hat er am 9. Mai 1875 in sein „Büchlein“ eingetragen. Es lautet bezeichnender Weise:

„Ein Sprichwort ist ein kurzer Satz, der sich auf eine lange Erfahrung gründet“

Es stammt von Cervantes. Victor hat es in einem Schulbuch gefunden, wie Yvette weiß und sie schreibt, dass Victor in all den Jahren sehr wählerisch war und nur Sprichwörter und Zitate notiert hat, die ihm besonders gefallen haben.

Im 2. Band der „Journale“ berichtet auch die Tochter Julie von dieser Angewohnheit ihres Vaters, der darin später durch seinen Enkel Tom unterstützt wird. Was sind das aber für Sprüche und Weisheiten?

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Ströme meines Ozeans 

  • 26. Februar 1891: „Man muss sich gegenseitig helfen, das ist ein Naturgesetz“ (Jean de La Fontaine 1621-1695)

  • 24. September 1894: „Ein schöner Rückzug ist ebenso viel wert wie ein kühner Angriff“ (unbekannt)

  • 22. Juni 1900: „Wenn Du in meinem Herzen lesen könntest, sähest du den Platz, den ich Dir gegeben habe“ (unbekannt)

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Zwischen meinen Inseln

  • 29. April 1909: „Die meisten Menschen sterben an ihren Ärzten und nicht an ihren Krankheiten“ (unbekannt)

  • 7. April 1911: „Was eine Frau will, davor zittert Gott“ (unbekannt)

  • 5. April 1913:„Wenig Arbeit ist eine Bürde, viel Arbeit ist eine Freude“ (Victor Hugo 1802-1885)

  • 27. Juli 1918: „Elend wird vergessen, gibt’s nur was zu essen“ (unbekannt)

  • 18. Juli 1922: „Worüber wir nicht ernsthaft nachgedacht haben, das vergessen wir bald“ (Marcel Proust 1871-1922)

  • 21. Oktober 1927: „Das Unglück ist dafür da, uns geschickter zu machen“ (Gustave Flaubert 1821-1880)

  • 2. Juli 1932: „Jeder hat so viel Recht, wie er Gewalt hat“ (Baruch de Spinoza 1632-1677)

  • 2. Juli 1932: „Das Argument des Stärksten ist immer das Beste“ (Baruch de Spinoza 1632-1677)

  • 28. Dezember 1943: „Die stillsten Worte sind es, die den Sturm bringen“ (unbekannt, es soll der letzte Eintrag sein, den Victor am 29. Juni 1935 in sein Büchlein vorgenommen hat)

  • 1. Juni 1960: „Jeder übermütige Sieger arbeitet an seinem Untergang“ (Jean de La Fontaine 1621-1695)

  • 1. Juni 1960: „Die Entfernung ist unwichtig. Nur der erste Schritt ist wichtig“ (Marquise du Deffand 1697-1780)

  • 1. Juni 1960: „Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt“ (unbekannt)

  • 22. November 1961: „Wenn Du einmal Erfolg hast, kann es Zufall sein. Wenn Du zweimal Erfolg hast, kann es Glück sein. Wenn Du dreimal Erfolg hast, so ist es Fleiß und Tüchtigkeit“ (unbekannt)

  • 22. November 1961: „Um weiter zu springen, muss man einen Schritt zurücktreten“ (unbekannt)

  • 22. November 1961: „Die Nacht ist die Mutter von Gedanken“ (unbekannt)

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Zwischen meinen Inseln  Im Buchhandel als eBook

Zwischen meinen Inseln

ISBN 978-3-8476-2104-1

Leseprobe

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